Noch immer fallen jedes Jahr in Deutschland im Hausmüll rund 40 Millionen Tonnen an Müll an. Im Jahr 2020 hat jede Person in Deutschland im Durchschnitt 632 kg Siedlungsabfall produziert, was den Durchschnitt pro Kopf in der EU um circa 20 Prozent übertraf. Trotz all der Abfallmenge besteht aufgrund einer komplexen Mülltrennung Unsicherheit, was die richtige Mülltrennung betrifft. Diesem soll sich dieser Text annehmen, um Ihnen die wichtigsten Informationen zum Thema Mülltrennung an die Hand zu geben.

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Wieso gibt es eigentlich die Trennung von Müll?

Ein gut funktionierendes Mülltrennungssystem bedeutet eine große Entlastung für die Umwelt und Ozeane, die durch Verpackungsmüll (siehe Great Pacific Garbage) und im Freien entsorgte Abfälle belastet wird. Obschon die oberste Prämisse die Müllvermeidung ist, fällt Abfall dennoch an. Damit verschlissene Materialien wieder in den Kreislauf zurückgeführt werden können, recyceln private Haushalte in Deutschland und spielen so eine zentrale Rolle, wenn es um eine nachhaltigere Ressourcennutzung geht. Die Mülltrennung hilft dabei, dass Müll möglichst gering verschmutzt wird und so überhaupt noch recycelt werden kann. Wenn Sie also den Müll gut trennen, dann profitiert davon nicht zuletzt auch die Umwelt.

Müll in der Natur
So geht’s

Anleitung zur Mülltrennung

Damit das Mülltrennen in Mülleimer und Mülltonne auch gelingt, müssen ein paar Grundregeln befolgt werden.

Ein Auswaschen von Verpackungen ist nicht notwendig

Auch wenn Sie vielleicht besonders gründlich sein wollen, bedarf es keinem Auswaschen von Verpacken. Es ist schon völlig ausreichend, wenn die Verpackungen beim Entsorgen frei von Produktrückständen oder Speiserückständen sind, damit ein Recyceln ermöglicht werden kann und die Sortiermaschinen bei der Mülltrennung ein problemloses Mülltrennen gewährleisten können.

Die Materialart des Verpackungsmülls bestimmt ihren Abfallbehälter

In einem Haushalt finden sich Verpackungen aus Kunststoff, Pappe, Glas und anderen Materialien. Damit diese angemessen entsorgt werden, bedarf es dem Entsorgen in den entsprechenden Abfallbehälter. Je nach Verpackungsmaterial ist also Ihr Verpackungsabfall entweder in die Biotonne, die Gelbe Tonne / die Wertstofftonne, die Altpapiertonne, den Altglascontainer oder in den Dosencontainer einzuwerfen. Sie können ganz einfach im Alltag Verpackungsmüll reduzieren, indem sie wiederverwendbare Materialien wie Glas oder Pappe sauber halten und mehrmals nutzen. 

Ein Stapeln der Verpackungen ist zu vermeiden

Damit im weiteren Verarbeitungsprozess Verpackungen angemessen erkannt und verwertet werden können, sollten Sie unbedingt auf ein Ineinander stapeln von Verpackungen verzichten. Auch wenn es reizvoll ist, mehr in den Gelben Sack beziehungsweise in die Gelbe Tonne zu bekommen, widerspricht dies der korrekten Mülltrennung. Daher empfiehlt es sich also, Verpackungen lose in den Gelben Sack / die Gelbe Tonne zu geben.

Verpackungen je nach Material trennen

Eine Produktverpackung besteht in manchen Fällen aus mehreren Materialien. Damit im Verarbeitungsprozess alle Materialien angemessen verwertet werden können, müssen Sie die einzelnen Verpackungsmaterialien (bspw. Papier und eine Plastikschale) voneinander trennen und in die entsprechenden Container, also eine Kunststoffschale z.B. in die Gelbe Tonne und ein Papier in den Altpapiercontainer, entsorgen.

Verschiedene farbige Mülltonnen zur korrekten Mülltrennung
Frage

Was in welche Mülltonne gehört

Obgleich vielen Menschen die richtige Mülltrennung wichtig ist, fühlen sich manche Menschen von der Diversität der Entsorgungsmöglichkeiten überfordert und sehnen sich nach Klarheit. Diesem Wunsch wird nun folgend in einer kompakten Auflistung nachgekommen.

https://youtu.be/Rqoe-dUn_SI

Was in die Gelbe Tonne / den Gelben Sack gehört

In diesem Behälter sollten Sie Verbundmaterialien wie Getränkekartons und Leichtverpackungen aus Weißblech, Kunststoff oder Aluminium entsorgen. Es ist wichtig zu beachten, dass es regionale Unterschiede geben kann und Sie sollten daher Details mit Ihrem lokalen Abfallzentrum klären.

In einigen deutschen Gemeinden besteht sogar die Möglichkeit, dass auch Kunststoffgegenstände, die keine Verpackungen sind, im Gelben Sack entsorgt werden dürfen. Es ist jedoch wichtig, dass Sie sich über die örtlichen Vorschriften informieren, um sicherzustellen, dass Sie die Abfallentsorgung korrekt durchführen. Achten Sie darauf, Abfall zu trennen und umweltbewusst zu entsorgen, um die Umwelt zu schützen und die Nachhaltigkeit zu fördern.

Plastik Müll

Was in die Altpapiertonne gehört

Für eine umweltfreundliche Entsorgung sollten Sie Papierabfälle wie Pappe, Papier und Kartonagen in der Altpapiertonne entsorgen. Hierbei sollten Sie darauf achten, dass die Abfälle optimal gefaltet werden, um Platz zu sparen. Beschichtete Papierverpackungen hingegen gehören in die Gelbe Tonne. Indem Sie diese einfachen Schritte befolgen, tragen Sie aktiv zum Umweltschutz bei und helfen dabei, unsere Ressourcen zu schonen.

Wenn Sie sich unsicher sind, welche Abfälle in welche Tonne gehören, sollten Sie sich an die Vorschriften Ihrer Gemeinde halten. Dort finden Sie auch weitere Informationen zur Abfallentsorgung und Recyclingmöglichkeiten. Durch eine bewusste Entsorgung und das Recyceln von Abfällen können wir alle dazu beitragen, eine saubere und gesunde Umwelt zu schaffen.

Papier Müll

Was in die Restmülltonne gehört

Im Restmüll können diverse Abfallarten wie Asche, Knochen, benutzte Windeln, Rasierklingen, kalte Grillkohle, Zigarettenstummel und Alufolie sicher und umweltgerecht entsorgt werden. Die schwarze Tonne dient als Sammelbehälter für diese Abfälle und gewährleistet eine fachgerechte Entsorgung sowie umweltfreundliche Verwertung. Um Ressourcen nachhaltig zu schonen und die Umwelt zu schützen, ist es von großer Bedeutung, die unterschiedlichen Abfallarten korrekt zu trennen und den jeweiligen Entsorgungsvorgaben entsprechend zu handeln. Zusammen können wir so einen Beitrag zum Umweltschutz leisten und unseren Planeten bewahren.

Restmüll

Was in die Biotonne gehört

In die Biotonne können Sie eine Vielzahl von organischen Abfällen entsorgen, jedoch sollten Knochen ausgeschlossen werden. Hierzu zählen Essensreste, vergorenes Obst, Gemüseabfälle, Kaffeefilter und Teebeutel, die alle in der braunen Biotonne ihren Platz finden. Leider wird Biomüll manchmal fälschlicherweise im Hausmüll entsorgt, was eine ordnungsgemäße Verwertung verhindert. Wenn der Bioabfall jedoch korrekt getrennt wird, kann dieser in Kompostieranlagen zu wertvollem Dünger verarbeitet werden, der in der Landwirtschaft oder im Gartenbau eingesetzt wird.

Bio Müll

Was in den Altglascontainer / Dosencontainer gehört

Durch die Wiederverwendung von gut getrenntem Altglas können enorme Mengen an Energie und Rohstoffen eingespart werden, was zu einer nachhaltigeren Lebensweise beiträgt. Um Glas korrekt zu trennen, sollten Glasbehältnisse nach Farbe sortiert werden: Weißglas, Braunglas und Grünglas. Achten Sie darauf, dass leere Dosen nicht im Altglascontainer entsorgt werden, sondern in speziellen Dosencontainern. Durch diese Maßnahmen können wertvolle Ressourcen geschont und der CO2-Ausstoß reduziert werden, wodurch wir gemeinsam zu einer umweltfreundlicheren Zukunft beitragen.

Glass Müll

Die Besonderheit von Sonder- und Sperrmüll

Sondermüll umfasst eine Vielzahl gefährlicher Abfälle wie Energiesparleuchten, schädliche Farben und Lacke, Altöl, Elektronikschrott und Batterien. Diese sollten fachgerecht entsorgt werden, entweder bei speziellen Schadstoffsammelstellen oder Recyclinghöfen. Achten Sie darauf, die entsprechenden Öffnungszeiten und Vorschriften zu beachten. Sperrmüll hingegen umfasst sperrige Abfälle wie Möbel, Teppiche oder Fahrräder. Für die Entsorgung von Sperrmüll können Sie eine Abholung direkt bei Ihrer Stadt oder Gemeinde beantragen, oft gibt es hierfür spezielle Termine oder Abholkarten.

Ein Recycling-Container für Sondermüll
Nachdenkender Mann
Frage

Worauf bei der Mülltrennung besonders zu achten ist

Abholtermine und Zuständigkeiten

Eine gute Orientierung für lokale Abholtermine und Sonderregularien zur Mülltrennung liefern der Abfallkalender und das städtische Zentrum für Abfallwirtschaft. Je nach Wohnsituation ist zudem unterschiedlich, ob man selbst die Mülltonne an die Straße stellen muss oder im Falle eines Mehrfamilienhauses mit zentralen Müllsammelstellen die Müllabfuhr selbst bei ihren Touren dies übernimmt. Dennoch ist noch auf einige andere Komponenten zu achten, die nun Erwähnung finden sollen.



Ein Materialmix bei unserem Müll

Die richtige Trennung von Müll ist entscheidend, da einige Abfälle aus verschiedenen Materialien bestehen. Diese sollten vor der Entsorgung separiert und in den passenden Abfallbehältern entsorgt werden. Durch korrekte Mülltrennung bleibt das Kreislaufsystem der Müllverwertung intakt und ermöglicht eine effektive Wiederverwertung der Materialien. Eine fachgerechte Entsorgung schont Ressourcen und trägt somit zum Umweltschutz bei, weshalb jeder Einzelne seinen Teil zur Mülltrennung beitragen sollte.

Die Entsorgungsmenge des Mülls

Da der Mülltonnenplatz begrenzt ist, sollte man darauf achten, Müllmengen zu reduzieren und vorausschauend zu handeln. Der Abfallkalender informiert über kommende Abholtermine. Bei der Sperrmüllanmeldung muss das geschätzte Gesamtvolumen angegeben werden. Müllvermeidung ist somit wichtig, um Platz zu sparen und die Umwelt zu schonen. Dabei helfen bewusster Konsum, Verpackungsmüll reduzieren und gezieltes Recyceln von Wertstoffen, um das Müllaufkommen effektiv zu minimieren.



Die Verwendung angemessener Müllbeutel

Mülltrennung wird mit hochwertigen Müllbeuteln erleichtert. Achten Sie auf reißfeste Beutel, idealerweise mit Tragelasche. Verwenden Sie sie sowohl für Rest- als auch Biomüll, solange sie kompostierbar sind. Die richtige Müllbeutelwahl erleichtert die Entsorgung und schützt die Umwelt. Zusätzlich ist es sinnvoll, Müllbehälter entsprechend der Müllarten zu beschriften und sie regelmäßig zu reinigen, um Gerüche und Ungeziefer zu vermeiden. So wird die Mülltrennung zu einer sauberen und umweltfreundlichen Angelegenheit.

Die Voraussetzung

Warum von der Abfalltrennung jeder profitiert

Das Trennen von Müll mag lästig sein. Doch wer ein Verständnis dafür entwickelt, welche Vorteile der Wiederaufbereitungszyklus bietet, versteht den tieferen Sinn hinter den auf den ersten Blick manchmal unverständlichen Mülltrennungsvorschriften.

Recycling schont einerseits die Umwelt, indem es dazu beiträgt, dass wertvolle natürliche Ressourcen mehrfach Verwendung in verschiedenen Gütern finden. Andererseits sorgt der Wiederaufbereitungszyklus dafür, dass wichtige Rohstoffe länger verfügbar bleiben.

Menschen haben ein unterschiedlich geartetes Umweltbewusstsein und nicht allen liegen der Schutz der Umwelt und der Erhalt der Artenvielfalt besonders am Herzen.

Würde auf Recycling allerdings verzichtet, hätte dies gravierende Auswirkungen auf alle Menschen und auch diejenigen, die dem Umweltschutz eine niedrige Priorität in ihrem Leben einräumen, wären unmittelbar von den Konsequenzen betroffen.

 

Blumen Grafik mit einem Recycling Symbol

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